Bronx

Vorurteile und Warnungen wirren sich um die Bronx, den nördlichsten aller Stadtbezirke von New York. Dabei ist die Bronx al einziger Stadtteil auf dem amerikanischen Festland und längst nicht mehr unbedingt auf die Klischees der 1960er Jahre zu reduzieren. Zwar hält sich der Ruf als sozialer Brennpunkt auch heute noch aus nicht unbegründeten Motiven, doch sollte man die Bronx daher nicht meiden wie eine Leprakolonie.

Dass man sich gerade im Urlaub den schönen, sehenswerten und pompösen Dingen hergibt ist nicht unverständlich. Auch ein Urlaub in New York sollte den nötigen Abstand zum Alltag bringen und das Gehirn mit neuen, interessanten Eindrücken versorgen. Unweigerlich gehört auch die Bronx zu den markanten Punkten von New York City. Als Pendant zum Glanz und Glamour der mächtigen Straßen von Manhattan stellt die Bronx eine soziale Realität dar, die auch dem New York Urlauber nicht unentdeckt bleiben sollte. Die Kriminalität vergangener Tage hat die Bronx der Gegenwart längst verlassen. Vielmehr bildet der Stadtbezirk heute sogar einen beliebten Wohnraum für viele Arbeitnehmer Manhattans. Nördlich des Harlem Rivers findet man daher nicht nur Sozialbauwohnungen und Ghettos. Auch Wohnviertel des Mittelstands gehören mittlerweile zum Bild des Stadtbezirkes. Einen Großteil der Bevölkerung machen Menschen dunkler Hautfarbe und Menschen aus spanisch sprachigen Ländern aus. In den „schlimmen Jahren" entwickelte sich hier auch der Hip Hop und verschiedene Tanzstile wie z.B. Breakdance.

Der erste Siedler der Bronx war ein Schwede. Jonas Bronck gab dem Landstrich 1639 seinen Namen. Bis in die Gegenwart ranken sich Legenden um diese Siedlergeschichte, die den Grundstein für weitere Bebauung am Hudson River gelegt haben soll. Ob Bronck nun der erste Siedler war und ob er wirklich aus Schweden kam dürfte für den Urlauber, der die Bronx heute besucht ohne jede Bedeutung sein, außer es handelt sich um einen Ahnenforscher oder Kulturhistoriker.

Ein zentraler Ort der Bronx ist das Yankees Stadium. Nicht nur Sportfans kommen gerne in die 161ste Straße um hier die Spiele der New York Yankees, einer der bekanntesten Baseballmannschaften zu verfolgen. Neben den Hot Dogs im Stadion sorgen viele Restaurants unterschiedlicher Wurzeln für einen gesättigten Magen. Zudem bieten sich hier auch günstige Shoppingalternativen zum oft teureren Manhattan. Zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Bronx zählt aber der Bronx Zoo. Das größte der New Yorker Wildgehege umfasst Tiere und Pflanzen aller Kontinente. Sogar bereits ausgestorbene Arten findet man im Bronx Zoo. Ganz und gar nicht in das Erscheinungsbild der Bronx passt das Edgar Allen Poe House. Das Wohnhaus des berühmten Schriftstellers an der Kingsbridge Road ist heute ein Museum. Ein weiteres Denkmal hätte man nun wirklich nicht in der New Yorker Bronx vermutet: das Heinrich Heine Denkmal. Dem deutschen Dichterfürsten wurde ein Loreleibrunnen gewidmet. Eigentlich sollte das Denkmal auch in Heines Heimatstadt Düsseldorf stehen. Da man den Brunnen dort nicht wollte, wurde es 1899 in der Bronx aufgestellt und ist seitdem sehr beliebt.

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