Brooklyn Museum

Als zweitgrößtes Museum in New York City ist das Brooklyn Museum eine der Hauptattraktionen des Stadtbezirks. Besonderes Highlight sind die Exponate aus dem antiken Ägypten und den nahöstlichen und fernöstlichen Kulturen, die dem Museum weltweit eine führende Stellung eingebracht haben. Das Brooklyn Museum sollte einst das größte seiner Art werden. Pläne für Erweiterungen existieren seit Baubeginn und würden bei Realisierung die fünffache Größe des aktuellen Baus ausmachen.

Obwohl die waghalsigen Pläne nicht komplett in die Tat umgesetzt werden konnten ist das Brooklyn Museum dennoch eines der eindrucksvollsten der amerikanischen Museumsszene. Unter den New Yorker Ausstellungshäusern nimmt es zudem noch eine besondere Stellung ein, da man es nicht inmitten der bekannten Museumslandschaft der Museumsmeile findet, sondern im Stadtteil Brooklyn, jenseits des East River. Dort legte man 1885 den Grundstein und eröffnete bereits zwei Jahre darauf erste Bereiche. Im Zentrum des neoklassizistischen Baus befindet sich das mächtige Eingangsportal, welches von großen Säulen und einer breiten Dachkuppel charakterisiert wird. Neben den Architekten McKim, Mead, and White waren zahlreiche Künstler, darunter viele Bildhauer mit der Verzierung des Gebäudes beauftragt. Noch immer ist das Brooklyn Museum im baulichen Wandel. Eine moderne Erweiterung des Eingangsportales vor wenigen Jahren war lediglich ein weiterer Zwischenschritt in den mutigen Ausbauplänen der Verantwortlichen.

Den Anfang der immensen Sammlung des Brooklyn Museums machten einige Gemälde. Durch die Schenkungen vieler Exponate aus dem antiken Ägypten vertiefte das Haus seinen geschichtlichen Anspruch. Außerhalb von Ägypten wird man weltweit keine umfangreichere Sammlung zu diesem Themenbereich finden. Kunst und Kulturforschung finden hier eine unwiderrufliche Übereinkunft, weshalb das unvollendete Brooklyn Museum dennoch mit dem Pariser Louvre oder der Sammlung des Vatikans in Rom schritthalten kann. Den Anfang der Gesamtausstellung machen der afrikanische Flügel und die Wechselausstellung im Erdgeschoß. Der zweite Stock ist von der besagten Ägypten Ausstellung beheimatet. In der dritten Etage erwartet den Besucher dann auch Wissenswertes aus der amerikanischen Geschichte, unterlegt mit allerhand Anschauungsmaterialien. Die vierte Ebene widmet sich dann verstärkt der Kunst, vor allem der aus den Vereinigten Staaten. Europäische Künstler wie Auguste Rodin, Henri Matisse, Edgar Degas, Paul Cézanne oder Camille Pissarro sind allerdings auch vertreten.

Zu einem Skandal kam es bei der Eröffnung der Ausstellung „Sensation" im Jahr 1999, bei welcher der beliebte ehemalige Bürgermeister Rudolph Giuliani nicht unbedingt angetan war und Teile sogar als „krank und gestört" bezeichneten. Ebenfalls strich er finanzielle Unterstützungen für das Brooklyn Museum. Sicherlich nicht die beste Sparmaßnahme für die ewig angeschlagenen Stadtkassen der Megacity.

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