New York unter den Briten

Lange sollte die Siedlung Neu Amsterdam nicht unter dem Einfluss der Niederländer stehen. In einem Seekrieg mit England mussten sie das Gebiet schließlich 1664 an die Briten abtreten. Neben dem Namen änderte sich direkt nicht viel, die Entwicklung von New York nahm aber in den Folgejahren weiter an Fahrt auf und sollte auch eine nicht unerhebliche Rolle für das übrige Amerika spielen.

Etwas vermessen war es schon, als der englische König Charles II seinem Bruder, dem damaligen Herzog von York als Geschenk anbot. Dieser musste dann nur noch über den Atlantik segeln und die Siedlung unter britischer Flagge einnehmen. Trotz ihrer Befestigung lieferten die Bürger unter der Führung von Gouverneur Stuyvesant den Briten ihre Siedlung ohne Widerstand aus. Der Herzog und spätere König James II gab der Stadt den Namen seiner Heimat und tilgte damit jegliche Ansprüche der Niederländer aus den Geschichtsbüchern. New York war nun gegründet und erstreckte sein Verwaltungsgebiet nun über die gesamte Insel Manhattan. Zu Ehren der Monarchen ernannte man das Land auf der anderen Seite des East River zum King´s County bzW. Queen´s County. Im King´s County befand sich das Städtchen Breukelen, später Brooklyn und heute sogar Stadtteil von New York City.

Mit der Änderung der Machtverhältnisse in England forderten auch die New Yorker Bürger 1689 mehr Unabhängigkeit vom Mutterland. Immerhin bestand die Kolonie nicht nur aus vaterlandstreuen Britten. Diese Aufständler wurden aber schnell von der Krone niedergeschlagen, ihre Rudelsführer, darunter auch der deutsche Kaufmann Jacob Leisler wurden sogar gehängt. Dennoch schwankte die Stimmung immer weiter. Die Stadt spaltete sich in Kolonisten und Konservative. Die Leisler Revolution ist noch heute ein markanter Punkt in der Stadtgeschichte. Doch weitere Aufstände sollten folgen.

Mit dem rasanten Wachstum von New York wurde es schwieriger, geeignete Infrastrukturen zu gewährleisten. New York dehnte sich weiter nach Norden aus und die ehemals bekannten Stadtgrenzen verschwanden oder verlagerten sich. Die britische Kolonie erreichte eine durchaus akzeptable Machtstellung, konnte sogar altbekannte Probleme lösen und verfügte nun, gegen Mitte des 18. Jahrhunderts sogar über Zeitungen und Theater. Kurzzeitig führten Konflikte mit den afrikanischen Sklaven zu erbitterten Kämpfen innerhalb der Stadt, die immer zu Ungunsten der Unterdrückten endeten. Die Negro Riots sind ebenfalls ein wichtiger Punkt in der Historie von New York. Doch sollte es noch einige Jahre dauern, bis die Schwarzen ihre Freiheit erlangen konnten. Erstmals mussten sich die Kolonisten selbst aus der Umklammerung der englischen Krone Befreien. Erst sollten die Vereinigten Staaten entstehen.

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